Zielmarken für den Leica 3D Disto selbst drucken – kostenlose Vorlagen

Der Leica 3D Disto ist nach wie vor ein äußerst praktisches Werkzeug für präzise Aufmaße im Innenausbau, Metallbau oder bei Sonderkonstruktionen. Unersetzbar ist es bei der Rückprojektion von Bohrlöchern aus dem CAD auf die Baustelle. Ein Problem hat sich allerdings in den letzten Monaten gezeigt: Mit der Veröffentlichung des Nachfolgers, der Leica iCON iCS Reihe, wurde die Produktion bisher verfügbarer Zubehörteile eingestellt – darunter auch die selbstklebenden Targets für Referenzpunkte (Leica 3D Disto).Original Leica Targetsticker

Gerade bei Aufmaßen mit mehreren Aufstellpunkten sind diese Marker jedoch unverzichtbar.

Da die originalen Zielaufkleber inzwischen praktisch nicht mehr erhältlich sind, habe ich mir eigene Varianten erstellt und stelle sie hier als kostenlose PDF-Vorlage zum Download bereit.

Warum Referenzzielmarken beim 3D Disto wichtig sind

Beim Arbeiten mit mehreren Gerätestandpunkten muss der 3D Disto die verschiedenen Aufstellungen in einem gemeinsamen Koordinatensystem zusammenführen. Dafür werden Referenzpunkte benötigt.

Typischer Ablauf:

  1. Erste Aufstellung des Geräts
  2. Mehrere Referenzpunkte im Raum setzen und einmessen
  3. Gerät umstellen
  4. Die gleichen Referenzpunkte erneut messen

Aus diesen gemeinsamen Punkten berechnet das Gerät die korrekte räumliche Position der neuen Aufstellung.

In der Praxis bedeutet das:

Mindestens drei Referenzpunkte sind erforderlich – mehr sind deutlich robuster.

Genau hier kommen Zielmarken ins Spiel.

Problem: Die originalen Leica Zielmarken sind kaum noch verfügbar

Die Ursprünglichen Leica-Marker waren einfache Aufkleber mit:

  • einem Fadenkreuz als Zielpunkt
  • Platz für Beschriftung oder Nummerierung
  • ausreichend Kontrast für die Messung

Heute sind diese Aufkleber jedoch nur noch schwer oder gar nicht mehr erhältlich.

Die naheliegende Lösung; selbst drucken.

Meine Lösung: Zielmarken zum Selbstdrucken

Ich habe drei Varianten von Zielmarken in Inkscape entworfen und für die Etikettenbögen L7110 (62mm x 42mm) von Avery Zweckform optimiert.

Die Bögen lassen sich problemlos mit jedem normalen Laserdrucker oder Tintenstrahldrucker bedrucken.

Die Vorlagen gibt es hier zum Download.

Variante V1 – klassiches Fadenkreuz

DIY-Leica-Targetsticker_V1Diese Version orientiert sich stark an den ursprünglichen Leica Zielmarken.

Eigenschaften:

  • klassisches Fadenkreuz
  • zentrale Zielmarke für präzises Anvisieren
  • freies Feld für Nummerierung oder Beschriftung

Diese Variante eignet sich besonders für klassische 3D-Disto-Aufmaße.

Download Vorlage für V1 hier.

Variante V2 – Zielmarke mit großen Kontrastflächen

DIY-Leica-Targetsticker_V2Die erste alternative Variante verzichtet bewusst auf ein dünnes Fadenkreuz und nutzt stattdessen starke Kontrastflächen.

Das hat einen Vorteil:

Viele Laserscanner erkennen größere Kontrastflächen deutlich stabiler als feine Linien.

Geeignet für :

  • TLS-Scanner
  • SLAM-Scanner
  • Photogrammetrische Referenzen

Download Vorlage für V2 hier.

Variante V3 – Hybridlösung mit Fadenkreuz und Kontrast

DIY-Leica-Targetsticker_V3Diese Variante kombiniert Eigenschaften aus beiden Ansätzen.

  • klar definierter Zielbereich
  • größere Kontrastflächen
  • weiterhin gut visuell identifizierbar
  • Damit ist sie ein guter Allround-Marker für verschiedene Messysteme.

Download Vorlage für V3 hier.

Die richtigen Etiketten

Die Vorlagen sind für folgende Etiketten ausgelegt:

Avery Zweckform L7110 – 62mm x 42mm

Diese haben sich in der Praxis als gute Größe erwiesen. Groß genug für stabile Messung, aber noch kompaktgenug für den Einsatz auf Baustellen.

Feedback willkommen

Falls jemand die Marker ebenfalls nutzt oder Verbesserungen vorschlagen möchte, freue ich mich über Feedback. Gerade im Bereich 3D-Aufmaß, Laserscanning und Baustellendokumentation entstehen oft die besten Lösungen aus der Praxis.

Effizientes Reverse Engineering amerikanischer Bauteile

 

Als Konstrukteur und Entwickler liegt mir die Optimierung technischer Arbeitsabläufe besonders am Herzen. Gerade im Maschinenbau und in der Konstruktion begegnen uns häufig Herausforderungen, wenn es darum geht, Bauteile, die im angloamerikanischen Messsystem entworfen wurden, wieder in das metrische oder in eine praktischere Form zu überführen. Genau hier setzt mein Webtool an.

Die Herausforderung im Detail

In der Praxis wählen Konstrukteure oft Längen und Durchmesser, die nahe an „runden“ Zahlen liegen – ein Ansatz, der in der Planung und Fertigung seine Berechtigung hat. Allerdings basiert das imperiale Messsystem auf Brüchen, was zu einem erheblichen Mehraufwand bei der Umrechnung und Rückentwicklung führen kann. Das Resultat: Manuelle Berechnungen, Unsicherheiten in der Maßgenauigkeit und unnötig komplizierte Abläufe, die wertvolle Zeit kosten.

Die Lösung: Ein intuitives Webtool für präzise Umrechnungen

Die Anwendung wurde speziell entwickelt, um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken. Mit nur einer einfachen Eingabe Ihrer gemessenen Werte zeigt Ihnen die Anwendung die sechs nächstgelegenen Brüche sowie die zugehörigen Bohrer in Buchstabengröße an. Damit erhalten Sie auf einen Blick eine Auswahl an Optionen, die in der Praxis oft als Standard verwendet werden, und können fundiert entscheiden, welche Werte optimal zum ursprünglichen Design passen.

So funktioniert das Tool:

  • Eingabe: Sie geben den gemessenen Wert in das dafür vorgesehene Feld ein.
  • Berechnung: Das Tool rechnet automatisch die nächstgelegenen sechs Brüche aus, die Ihrem Wert entsprechen.
  • Ergebnis: Gleichzeitig werden die passenden Bohrer in Buchstabengröße angezeigt – ideal, um schnell zu erkennen, welche Größen in der Konstruktion üblich sind.

Dieser automatisierte Prozess spart nicht nur Zeit, sondern reduziert auch das Fehlerrisiko, das bei manuellen Umrechnungen leicht entstehen kann.

Warum dieses Tool für Sie von Vorteil ist

  • Zeitersparnis: Wegfall von aufwändigen manuellen Berechnungen – so können Sie sich ganz auf die kreative und strategische Seite Ihres Projekts konzentrieren.
  • Praxisnahe Ergebnisse: Die Anzeige der Brüche und der entsprechenden Bohrgrößen orientiert sich an realen Anwendungsfällen in der Industrie.
  • Benutzerfreundlichkeit: Die intuitive Bedienung ermöglicht es Ihnen, auch in stressigen Situationen schnell und präzise zu arbeiten.
  • Verlässlichkeit: Als Solo-Selbstständiger weiß ich, wie wichtig zuverlässige Werkzeuge im Arbeitsalltag sind. Mit diesem Tool erhalten Sie ein robustes und erprobtes Hilfsmittel, das den Anforderungen der modernen Konstruktion gerecht wird.

Ein Werkzeug, das sich in der Praxis bewährt

Die Rückentwicklung von Bauteilen, die ursprünglich mit dem imperiale System entworfen wurden, gehört zu den Nischenaufgaben, die oft unterschätzt werden. Mit meinem Webtool steht Ihnen jetzt ein spezialisiertes Instrument zur Verfügung, das diese Aufgabe deutlich vereinfacht. Ob Sie nun an älteren Entwürfen arbeiten oder bestehende Designs überprüfen möchten – die präzise Auswahl der passenden Brüche und Bohrgrößen kann entscheidend zur Optimierung Ihres Prozesses beitragen.

Probieren Sie es aus!

Ich lade Sie herzlich ein, das Webtool direkt hier auszuprobieren. Überzeugen Sie sich selbst von der einfachen Handhabung und der präzisen Ergebnisdarstellung, die Ihnen eine neue, effiziente Herangehensweise bei der Rückentwicklung imperialer Messsysteme ermöglicht.

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Ich freue mich über Ihr Feedback – denn nur durch den Austausch können wir gemeinsam innovative Lösungen weiterentwickeln.


Ich bin überzeugt, dass dieses Tool insbesondere für Konstrukteure und Ingenieure, die regelmäßig mit imperialen Messsystemen arbeiten, einen echten Mehrwert bietet. Probieren Sie es aus und erleben Sie, wie eine kleine, aber feine Optimierung Ihren Arbeitsalltag erleichtern kann.

Bohrmaschinenrestauration

Meine alte Metabo 5398 Tischbohrmaschine, die ich vom Schreiner Gerold Bierlein zum Basteln geschenkt bekam, wurde komplett zerlegt, gereinigt und neu verdrahtet. Funktional nahe an einer neuen Maschine fehlt mir nun noch eine ordentliche Riemenabdeckung. Das originale Teil ist in der langen Zeit, in der diese Maschine halb zerlegt in der Schreinerei herum lag, verloren gegangen.

Die Tischbohrmaschine auf einer Grundplatte, die mittels zweier einfacher 3D-gedruckter Teile werkzeuglos auf dem Maschinengestell neben meiner Kapp-Säge montiert werden kann.

Mit hilfe des 3D-Scansystems David 3D, das Oberflächen mittels Streifenlichtprojektion räumlich erfasst, habe ich die Oberseite der Bohrmaschine eingescannt. Da Reflektionen metallisch blanker Flächen Artefakte beim Scannen verursachen wurden alle Oberflächen mit einem Anti-Glare-Spray besprüht.

Das Setup: PC mit Software, Kalibriertafel (hinter dem Akkuschrauber), Beamer und Kamera, zu scannendes Objekt.

Um dem Ausrichtungsalgorithmus das Leben einfacher zu machen wurden Marker so über die zu scannenden Flächen verteilt, so dass von jedem Blickwinkel aus 3 Stück erkennbar sind. Diese dienen als eindeutige Referenzpunkte.

Die Bohrmaschine unterm Streifenlicht
Hier sieht man mehrere Scans von verschiedenen Blickwinkeln, die bereits zu einander ausgerichtet wurden. Jede Farbe repräsentiert die Geometrie eines Scans.
Die einzelnen Scans wurden zu einem einzelnen Netz fusioniert. die erzielbare Genauigkeit liegt bei etwa 0,2% der Bauteilgröße.

Das fusionierte Netz wurde im STL-Format exportiert und in Meshmixer nach den Referenzebenen ausgerichtet und skaliert. So kann der Scan einfach als Vorlage im CAD-System importiert werden. Auf eine Flächenrückführung wurde in diesem Fall verzichtet, da es für diesen Anwendungsfall nicht  notwendig war.

Die Riemenabdeckung in Solidworks konstruiert und für den 3D-Druck vorbereitet.

Die Riemenabdeckung soll mittels dem FDM-Verfahren gedruckt werden. Deshalb wird sie so konstruiert, dass sie beim Druck ohne Stützmaterial auskommt. Der Druck im Werkstoff PLA dauerte auf dem Creality CR-10 MAX etwas über 6 Stunden und benötigte grob 0,2 kg Filament.

 

Fast fertig.
Fertig und bereits montiert. Alle Maße passen ohne Nachbearbeitung!
Bereit für den Einsatz!

Vision Statement

Um einen datengestützten Wandel zu ermöglichen rüsten wir jede Werkstatt mit unseren Lösungen und Produkten aus. Wir verstehen sowohl die Bedürfnisse unserer Kunden, als auch die Möglichkeiten, die der technologische Fortschritt bietet. Dies ermöglicht unseren Kunden die Herausforderungen der Zukunft mit Zuversicht anzugehen.

We supply every workshop with our solutions and products to enable data driven change by understanding our customers needs and the possibilities of technological advancements to tackle the challenges of the future with confidence.